Januar 21, 2021
Fast Food

Erobert das Street Food jetzt auch Italien?

Fast Food oder Street Food galten in Italien lange als verpönt. Nicht nur eine Kette, die aufgrund von geringen Umsätzen ihre Geschäfte im Land von Nudeln und Pizza wieder aufgeben musste. Schließlich sind die Italiener zu Recht stolz auf ihre Esskultur und die hohe Qualität ihrer frischen Lebensmittel. Doch die Ereignisse der letzten Monate haben zahlreiche Konsumenten umdenken lassen. Während die Restaurants Probleme haben ihre alten Kunden und Umsätze zu erreichen, feiert das Street Food bisher nicht gekannt Erfolge. So fand in Rom zuletzt sogar das Internationale Street Food Festival statt.

Regionale Küche mit modernen Einflüssen

Mittlerweile gilt frisch zubereitetes Street Food auch in Italien als hip. Die Szene erlebt eine bisher nicht gekannt Hochkonjunktur. Das liegt auch daran, dass die italienischen Händler auf traditionelle und regionale Gerichte. Die Qualität der angebotenen Speisen ist hoch und verbindet die Vorzüge italienischer Küche mit dem Einfluss moderner Küche. Dafür, dass das so bleibt, sorgen in der Zwischenzeit auch Starköche aus Italien. Sogar Sternküche, die international bekannt sind, haben ihren Weg in dieses Business gefunden. Sie nehmen nicht nur an diesen Veranstaltungen teil, sondern organisieren diese sogar teilweise. Das belebt die Szene und zeigt den Konsumenten, was möglich ist.

Einer von ihnen ist Mattia Spadaro. Sein auf Fischgerichte spezialisiertes Lokal in Rom litt genauso unter der Krise, wie zahlreiche andere Restaurants. Als nach Monaten immer noch keine Besserung in Sicht war, entschloss er sich zu einem radialen Weg. Er kaufte sich einen Food Truck und zog los, um zukünftig seine Gerichte unter die Leute zu bringen. Mittlerweile ist er im ganzen Land unterwegs. Er bietet seine Fischgerichte auf Märkten und Food-Festival an und unterscheidet sich so nicht mehr von traditionellen Street Food Anbietern. Im Zentrum seines Angebots stehen Spezialitäten mit Fisch und Panini. Das Brot dazu stellt er selbst her. „Brot und Fische“ heißt sein Food Truck, der ihn aus der Krise ziehen soll.

Ein Konzept für schwierige Zeiten

Das Internationale Street Food Festival hat in der Zwischenzeit bereits rund 30 italienische Städte besucht und große Erfolge verbucht. Das Konzept dabei ist einfach. Die Organisatoren bieten Gerichte an, die die Kunden selbst zu Hause nicht kochen würden. Dabei setzt man sowohl auf regionale, als auch auf internationale Spezialitäten. Der Sommer kam dabei der Street Food Szene in Italien zugute. Nach so langer Zeit wollten die Menschen einfach wieder hinausgehen, etwas unternehmen und vor allem gut essen gehen.

Street Food bietet dabei die Gelegenheit, all diese auch in schwierigen Zeiten zu kombinieren. Schließlich hat nun schon jeder selbst zu Hause gebacken, das Programm von Streaming Anbietern wie PlusJoyn.de durchgesehen und online bei Anbietern wie dem PokerStarsCasino.eu gespielt. Die Menschen hatten einfach wieder Lust das Leben in der echten Welt zu genießen, hier war das Street Food Festival das richtige Angebot zur richtigen Zeit. So kann man auf offenen Plätzen in der frischen Luft gutes Essen genießen und neue Leute kennenlernen. Im Zentrum stehen in Italien allerdings Gourmet-Gerichte mit Getränken zu fairen Preisen. Die Gaumen-verwöhnten Italiener sind schließlich nichts anderes gewöhnt.

Kreativität führt zum Erfolg

Die Entwicklung kommt nicht gerade überraschend, schließlich konnte man in Italien schon in der Vergangenheit zahlreiche großartige Gerichte für den Hunger zwischendurch kaufen. Jetzt lassen die Gaumenfreunde ihrer Kreativität noch mehr freien Lauf. Bestes Beispiel dafür ist das Trapizzino. Diese vereint die Vorzüge von Tramezzino und Pizza. Erfinder dieser Köstlichkeit war der römische Küchenchef Stefan Callegari. Er entschied sich 2008 dazu der Pizza eine neue geschlossene Form zu geben, die nun jede Art von Füllung enthalten konnte.

Das Ergebnis dieser Bemühungen war eben das Trapizzino. Diese Kreuzung der traditionellen italienischen Gerichte wird mit den unterschiedlichen Füllungen aufgewertet. Es gibt sie beispielsweise mit Kutteln und Gemüse, mit gekochtem Eintopf, Tintenfisch und Erbsen, Huhn  und noch vielen anderen Variationen. Callegari verkauft sein neues Produkt, dessen Bezeichnung sogar ein eingetragenes Markenzeichen ist, natürlich auch über einen Street Food Truck. Mittlerweile kann man seine Kreation nicht nur in Rom, sondern sogar in New York und in Tokyo kaufen.

Street Food

Das Arme-Leute-Essen neu gedacht

Ein weiteres gutes Beispiel, was heute möglich ist, haben drei junge Gastronomen in Turin geliefert. Sie setzen auf ein sogenanntes Arme-Leute-Essen, das einfache Zutaten der Piemontesischen Küchen in originelle Kombinationen neu auf den Markt bringt. Poormanger setzt voll und ganz auf Kartoffeln. Diese werden im Ofen gebacken, in der Mitte auseinander geschnitten und mit Salz und Olivenöl abgeschmeckt. Das Beste an diesem einfachen Gericht ist jedoch die Füllung. Diese ist enorm variantenreich. Es gibt die Kartoffeln mit Wurst, Pecorino, Zwiebeln, Sardellen oder gegrilltem Gemüse. Das Ergebnis schmeckt erstaunlich. Natürlich verkaufen die Gastronomen ihre Kreationen nicht nur in einem eigenen Lokal, sondern auch auf zahlreichen Street Food Märkten. Diese perfekten Beispiele für einfaches und köstliches Street Food beweisen, dass man auch in Italien mit Originalität bei den anspruchsvollen Konsumenten punkten kann. Wer beim Street Food die eingetretenen Pfade verlässt, kann sogar anspruchsvolle Konsumenten zufriedenstellen.